Auch wenn der Bergmannsgruß in Laufdorf längst verstummt und das Bergmannslied nicht mehr jedermann bekannt ist, so erinnern doch noch zahlreiche Stollen und Schächte in der Umgebung des Ortes an eine Zeit, in der rund um Laufdorf mühevoll unter Tage gearbeitet wurde. Seit der Keltenzeit ist in der Gemarkung Eisen in sogenannten Rennöfen geschmolzen worden, der Gemarkungsname „Eisenkaut“ weist noch heute auf diese schwere Arbeit hin. Die erstmalige Erwähnung dieses Schöffengrunder Ortsteils findet sich im Jahre 776 in einer Schenkungsurkunde des „Lorscher Codex“, später kam Laufdorf unter die Herrschaft der Grafen und Fürsten von Solms. Wahrscheinlich begann der Ort im 14. Jahrhundert zum Abbaugebiet von Eisenerz zu werden. Der Laufdorfer Ortskern entwickelte sich vom 17. bis zum 19. Jahrhundert im Bereich der Ringstraße, des Marktplatzes und der südlich abzweigenden Gassen. Bei einem Spaziergang durch Laufdorf lassen sich auch heute noch einige gut erhaltene Fachwerkbauten entdecken, die teilweise aus dem 17. Jahrhundert stammen.